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Laut Forschungen des Kunsthistorikers Hans Ottomayer wurde die Weißwurst bereits im 14. Jahrhundert in Frankreich auf den Speisekarten unter dem Namen „Bourdin” geführt und war auch in den Nachbarländern als „Mettenwurst“ bekannt. Sie ähnelte der heutigen Weißwurst aber nur zum Teil.
Als eigentlicher Erfinder der Weißwurst gilt der Bierwirt Sepp Moser aus München am Marienplatz. Es war Faschingssonntag, die Wirtschaft „Zum Ewigen Licht“ war bereits zum Frühschoppen mit hungrigen Gästen gefüllt und traditionell servierte der Wirt immer Kalbsbratwürste. Wie der Zufall es will, waren ihm aber die dünnen Wurstdärme ausgegangen, und er musste auf dickere Schweinedärme zurückgreifen. Da er jedoch der Festigkeit der Därme nicht traute, hatte er sie nur im Wasser abgebrüht, nicht dass sie am Ende noch platzen. In einer mit heißem Wasser befüllten Terine servierte er diese Würstl seinen Gästen und war gespannt auf ihre Reaktion. Vorsichtig wagten sie sich an den Verzehr der neuen Kreation; die Reaktion fiel überwältigend aus: Alle Gäste waren begeistert. Somit war die Weißwurst erschaffen, die Königin unter der Würsten, ein echtes Sonntagskind.

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